Jesus tröstet & leitet

Gott spricht: Sie werden weinend kommen, aber ich will sie trösten und leiten.

Jeremia 31,9

 

November, das ist Herbst pur, auch das bunte Laub kleidet bald nicht mehr die kahlen Bäume. Die Botanik scheint sich tot zu stellen und auch die Tierwelt zieht sich oft zurück in den Winterschlaf oder nach Süden. Die Natur erscheint leblos und kahl. November, das ist dann auch passend der Monat, an dem wir der Toten beziehungsweise der Ewigkeit gedenken, Besinnung und Trauer besonders im letzten Monat des Kirchenjahrs. Unter dem Einfluss der Natur und der Seele genügt der Volkstrauertag allein meist nicht, um die niederdruckenden Gedanken und Gefühle verarbeiten zu können; manche Träne löst sich in uns – sichtbar oder unsichtbar. „Wo bist Du, Gott, in meinem Schmerz?“ fragt schreiend mancher Christ in der Verzweiflung. Im Monatssvers spricht Gott „Sie werden weinend kommen, aber ich will sie trösten und leiten“. Wir dürfen, ja wir sollen zu unserem Herrn kommen, damit er uns trösten und leiten kann.

Trost kommt durch den in uns wohnenden Heiligen Geist, der uns von Jesus sogar als Tröster vorgestellt wird (Johannes 14,36). Aber auch durch Glaubensgeschwister, die sich in Jesu Namen zu dir stellen, dich hören, mit dir schweigen, mit und für Dich beten.

Wie leitet uns Gott? Erstmal kann er uns – auch aus finsteren Tälern – am besten führen, wenn wir Bereitschaft dazu zeigen. „Herr , lenke Du meine Wege, führe Du mich aus dieser Situation, zeige mir was ich dazu beitragen kann …“ könnte unser passendes Gebet sein. Gottes Geist wird uns gewiss auch beistehen und zum Guten führen.

In ausweglosen, verzweifelten Situationen ist Jesus uns nahe und spricht „Komm!“. Lass dich ermutigen und stärken durch diese himmlische Einladung!

 

Und dann, wenn dir jemand begegnetet, der traurig ist: Wie kannst du den Anderen tröstend beistehen? Es ist auch dein Auftrag, Mitmenschen, seien es Gläubige oder noch Distanzierte, beizustehen und so auch die Gegenwart und das Wirken Jesu zu repräsentieren.

Ich bete, dass wir alle, besonders in diesen Tagen, den Trost und die Leitung Gottes erleben und dies auch mit Anderen teilen können. So werden wir erleben was dann verheißen ist, dass alle wieder „jauchzen und sich freuen über die Gaben des Herrn …“ (Jeremia 31, 12).

 

Das wünsche ich euch von Herzen, euer

Michael Taeger

 

(für den CVJM Monatsblatt November 2020)

 

 

 

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